Zum Tag der Frauen „Die Angst der weißen Männer“

Die Rheinische Post fasst zusammen: „Es geht in dem Kieler Krimi weniger um die Frage, wer die Frau getötet hat, sondern um die Frage, warum der Täter (Mario Lohse, gespielt von Joseph Bundschuh) zum Mörder wurde“. Tatsächlich transportiert der Film vor allem eine Ansammlung alarmierender Botschaften. Für Kerstin Ramcke, die bis heute mehr als 80 „Tatorte“ produziert hat, steche der Film „aus der langen Liste in gewisser Hinsicht heraus, weil er ein klares politisches Anliegen habe und deutlich Position beziehe. Dieser Film sei wichtig, weil er ein Thema ins Bewusstsein rücke, das die meisten Zuschauer überhaupt nicht auf dem Schirm hätten: den neuen Antifeminismus.“ Sie sieht die gesamte Emanzipation in Gefahr: „Wir haben lange geglaubt, unsere Gesellschaft habe Frauenfeindlichkeit und Sexismus hinter sich gelassen. Weil wir ja alle so modern und aufgeklärt sind! Doch in Wahrheit haben sich im Verborgenen des Internet Gruppen junger Männer radikalisiert, die jetzt nach vorne drängen und in ihrem Hass auf Frauen vor nichts zurückschrecken. Ich finde es erschütternd, dass unsere Gesellschaft insgesamt eine Rolle rückwärts gegen die Gleichstellung von Mann und Frau vollzieht. Die Corona-Pandemie hat die Misere noch verschärft. Frauen werden in überkommene Rollen zurückgedrängt, für Kochen, Putzen und die Kinder sind vor allem sie zuständig. Es ist ein Trauerspiel. Ich hätte gedacht, wir wären schon viel weiter!“

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